++ Stadtmauer

Die Stadtmauer

Gransee ist eine feste Stadt, vielleicht die festeste der Grafschaft Ruppin. Diese Behauptung findet nicht nur bei Fontane sondern auch wenig verändert in vielen anderen Stadtbeschreibungen. Wohl kaum ein anderer Ort in der Mark Brandenburg hat zudem seine mittelalterliche Befestigung in dem Maße erhalten können wie Gransee.Am Ende des 13. und zum Beginn des 14. Jahrhunderts begannen die Überfälle der Feudalritter auf die selbständigDie Stadtmauer  1750 Metere und recht wohlhabend gewordenen Städte. Gegen solche kriegerischen Angriffe boten die vorhandenen Anlagen keinen Schutz. Die Bürger verstärkten die Befestigungen. Als erstes errichteten sie anstelle des Palisadenzaunes eine feste Mauer. Die Stadtmauer steht noch heute, bis auf ein kurzes Stück an der Seeseite am ehemaligen Kloster, fast in ihrer ursprünglichen Höhe von ungefähr 6 Metern. Sie ist  am Mauerfuß etwa 1,70 m breit während die Mauerkrone nur 70 cm misst. Sie wurde aus Feldstein, wie man sie in der Umgebung findet, gebaut. Im Gegensatz zu den noch gut erhaltenen Mauern anderer, besonders süddeutscher Städte, besitzt die von Gransee keinen Wehrgang. Die Verteidigung geschah hier von den etwa alle 30 bis 40 m voneinander entfernt angeordneten Wyk – oder Weichhäusern, von denen Gransee 35 hatte. Diese fügen sich in die Mauer hinein und treten nur nach außen um einen Meter hervor. Der Zugang ist von der Stadtseite möglich. Er liegt jeweils etwa 1 m über dem Erdboden, um den Feinden beim etwaigen nachstürmen das Besteigen zu erschweren. Von zwei Balkenlagen im Weichhaus konnte durch schmale Schießlöcher gefeuert werden.Gegen 1500 hatten die Hohenzollern endlich die Macht über das Raubrittertum errungen. In den Jahren 1714 und 1736 wurden Gräben und Wälle geschleift. An deren Stelle legten die Bürger Gärten an.Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer, die in den letzten Jahren restauriert wurde, ist lohnenswert.                                                                    

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