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Königin Luise von Preußen, geboren am 10. März 1776 in Hannover , war die Tochter des Herzogs von Mecklenburg - Strelitz. Während eines Besuches bei ihrer Großmutter wurde sie vorgestellt. Die Prinzessin beeindruckte den Monarchensohn derart durch ihre Schönheit und ihren Anmut, dass er kurze Zeit später um ihre Hand anhielt. Die feierliche Einholung der Braut erfolgte am 22. Dezember 1793. Am Heiligen Abend 1793 wurde die Vermählung des Paares im Berliner Schloß vollzogen.

 

 

 



Das junge Kronprinzenpaar liebte keine rauschenden Hoffestlichkeiten. Auf ihrem Landgut in dem kleinen Dorf Paretz, unweit von Potsdam, hielten sie sich am liebsten auf und verlebten hier im Sommer 1797 bis 1805 die glücklichsten Jahre ihres Lebens. Von der Dorfbevölkerung wurde sie wegen ihrer Anspruchslosigkeit und  Bescheidenheit sehr verehrt.

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Der erste Sohn wurde dem Kronprinzenpaar 1795 geboren . Am 22. März 1797 erblickte ein zweiter Sohn , der später der erste deutsche Kaiser wurde, das Licht der Welt . Im gleichen Jahr bestieg der Kronprinz nach dem Ableben des Königs Friedrich Wilhelm II. den Thron . Als der älteste Sohn des Königspaares 10 Jahre alt war , ließ sein Vater ihm eine Uniform anfertigen , ernannte ihn zum Sekondeleutenant und stellte ihn seiner Gemahlin , der Königin , als jüngsten Offizier der Armee vor.

 

 



Im Kampf gegen die Armee Napoleons erlitt Preußen 1806 schwere Niederlagen in den Schlachten bei Saalfeld, Jena und Auerstädt. Um nicht in französische Gefangenschaft zu geraten, mußte das Königspaar nach Ostpreußen fliehen. Die Kinder wurden vorausgesandt, erst im Schloß zu Schwedt an der Oder traf die Königin sie wieder.

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Kaum in Königsberg angelangt , waren die Nachrichten derart , daß der Hof nach Memel weiter flüchten mußte. Durch die Strapazen der Reise erkrankte die Königin schwer. Sie bestand dennoch darauf , die Fahrt fortzusetzen, da sie sich in Memel endlich Ruhe erhoffte.  So flohen sie trotz eines entzetzlichen    Schneesturms weiter. Bei der Familie des Kaufmanns Consentius in Memel  wurde die königliche Familie  gastlich aufgenommen.

 

 

 

 

In Tilsit sollte endlich Frieden geschlossen werden , bei welchem Preußen  jedoch recht ungünstige Aussichten hatte. Um an sein Menschlichkeitsgefühl zu appellieren und für ihr unglückliches Land einige Vorteile herauszuholen , erbat die Königin Luise ein Zusammentreffen mit Napoleon. Dieser war sehr von ihrer  Persönlichkeit beeindruckt, ließ sich aber dennoch nicht von seinen politischen Zielen  abbringen. Am 9 . Juli 1807 wurde der Frieden geschlossen, durch welchen Preußen die Hälfte seines Gebietes an Frankreich verlor . Die Elbe bildete die Grenze zwischen beiden Reichen und selbst Festung  Magdeburg fiel Frankreich zu .

 

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Durch die  Kriegsentschädigungen war Preußen hoch verschuldet. Im Innern aber gärte es, heimlich wurde exerziert und alles dafür getan, um für den Tag der allgemeinen Erhebung gerüstet zu sein. Kinder, Männer und Frauen spendeten ihre Habseligkeiten und Sparpfennige.  Die Königin selbst verkaufte ihre Schmucksachen und kostbare Geschenke , um dem Land und ihrem Volk die schweren Lasten zu erleichtern .

 

 

 

In dieser schweren Zeit war der Kanzler Stein  der Mann  , der mit Umsicht die Geschicke des Staates leitete . Napoleon jedoch mochte ihn nicht an der Spitze Preußens sehen , da er befürchtete , dass  unter Leitung dieses Mannes das Land wieder erstarken könnte . Er verlangte beim König die Absetzung des Ministers und setzte dies tatsächlich durch . Königin Luise erkannte  aber , dass es mit Preußen noch weiter abwärts gehen würde , wenn ihm eine  straffe Leitung an der Spitze des Staatswesens fehlte.  Durch ihr dringendes Bitten  erreichte sie , dass  der Minister von Stein   die Leitung der Staatsgeschäfte in die Hände bekam .

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Anfang des 19. Jahrhunderts kam es in Preußen zu einigen politischen Reformen. Es wurde eine Zivilverfassung erlassen, der Zopf- und Zunftzwang wurde aufgehoben und das Bürgertum sollte mit dem Adel gleichgesellt werden. In dieser Zeit entstanden die ersten  Volksschulen nach dem System von Pestalozzi. Einer seiner Schüler wurde nach  Königsberg gerufen , der dort  Schulen einrichtete.  Die königlichen Kinder nahmen ebenfalls am Unterricht teil .

 

 

 

Am 23 . Oktober 1809 , nach Abzug der Franzosen , kehrten der König und die Königin endlich wieder nach Berlin zurück. Die Auswirkungen des Krieges waren noch überall zu spüren. Die Gesundheit der Königin hatte sich durch die Entbehrungen der letzten Jahre weiter verschlechtert. Im Sommer 1810 reiste sie deshalb zu ihrem Vater auf  Schloß Hohenzieritz in Mecklenburg, um sich zu erholen. Es kam dort aber zu keiner Besserung und am 19. Juli  1810  starb sie in Gegenwart ihrer herbeigeeilten Angehörigen.

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Der Trauerzug mit der Leiche der Königin Luise kam auf seinem Weg von Hohenzieritz nach Berlin durch Gransee. In der Nacht vom 25. zum 26. Juli 1810 stand der Sarg mit der Königin auf dem heutigen Schinkelplatz. Zum Gedenken an die beliebte Königin Louise gab die Stadt Gransee die Errichtung eines Denkmals in Auftrag. Das Denkmal ist dem Andenken an die Preußische Königin Luise gewidmet. Es entstand in der königlichen Eisengießerei Berlin, nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels. Zur geschichtlichen Verknüpfung lässt sich folgendes ausführen:
Auf Vorschlag des damaligen Landrates von Ziethen wollten die Bürger der Stadt ihrer geliebten und verehrten Königin ein Denkmal errichten lassen. Nur durch freiwillige Spenden finanziert, konnte das
Luisendenkmal am 19. Oktober 1811 eingeweiht werden. Das Monument stellt einen Sarkophag mit einer auf acht Pfeilern und Bögen ruhenden gotischen Bedachung dar. Auf dem Sarkophag liegt die vergoldete königliche Krone. Die nördliche und südliche Seitenwand der Bedachung ist mit dem vereingten Königlich-Preußischen und Großherzoglichen-Mecklenburgischen Wappen geschmückt. Auf jeder Seite des Sarkophags liest man mit vergoldeten Buchstaben ausgeführte Inschriften, die einen innigen Bezug zur Königin haben.

 

 

 

 

Im preußischen Volke lebte die Königin als ein Muster der Tugend und als Vorbild für ein glückliches Familienleben fort. Besonders verehrt wurde sie, weil ihr das Schicksal ihres Volkes immer wichtig war. Im Mausoleum in Berlin-Charlottenburg befindet sich ihre Grabstätte, in der später auch ihr Gemahl Friedrich Wilhelm III. und ihr Sohn, Kaiser Wilhelm I. , beigesetzt wurden.

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Nicole Bräseke

Rudolf-Breitscheid Str. 44
16775 Gransee
Tel. 03306/21606
Fax. 03306/21612
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