Schloss Hoppenrade

SchloHoppenrad

 
Das Schloss Hoppenrade ist für Feierlichkeiten
nicht buchbar!

 

 


Der Ort Hoppenrade mit seinem heute in Privatbesitz befindlichen Schloss und seinem herrlich angelegten Schlossgarten gehört zur amtsfreien Gemeinde Löwenberger Land. Dem Besucher präsentiert sich in dem kleinen Ort, in dem derzeit etwa 230 Einwohner leben, eines der bedeutendsten Herrenhäuser der Mark Brandenburg aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 2007 sorgte Schloss Hoppenrade für Furore, da hier Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ verfilmt wurde.

Schloss Hoppenrade im Löwenberger Land Durch den 1267 vereinbarten und am 8. Oktober 1270 urkundlich bestätigten Tauschvertrag, ausgehandelt zwischen dem Markgrafen und dem Bischof von Brandenburg, gelangte das „Hus to Lowenberg“, das Mittelpunkt eines 4 Quadratmeilen umfassenden Ländchens gleichen Namens war, in den Besitz des Bischofs, während dem Markgrafen dafür das Land Königsberg in der Neumark (heute polnisch Chojna) überlassen wurde. Da das entlegene Land Löwenberg aber von der bischöflichen Hauptresidenz in Brandenburg/Havel schwer zu verwalten und in Grenznähe zu Mecklenburg vor der ständigen Gefahr räuberischer Ein- und Überfälle kaum wirksam zu beschützen war, belehnte das Bistum getreue Vasallen, die nun als Besitzer ihrer Güter zu Lehnsträgern der Bischöfe avancierten. Das Haus Löwenberg mit all seinen Zugehörigkeiten wurde bereits 1374 an Hans von Redern verpfändet. Als der Bischof Dietrich von Stechow im Jahre 1460 zur Neuerrichtung des bischöflichen Palastes auf der Dominsel in Brandenburg/Havel dringend Geld benötigte, veräußerte er des als Lehen durch Kauf an Hans von Bredow, dessen Stammsitz sich in Friesack befand, für 4000 rheinische Goldgulden. Hoppenrade, ehemals schon ein mittelalterliches Kirchdorf, lag zur Zeit der Besitzübernahme durch Hans von Bredow „wüst“.

Auch anlässlich der erstmaligen urkundlichen Aufführung des Bredowschen Besitzes im Jahre 1522 werden mehrere „wüste Feldmarken“ genannt, darunter erneut Hoppenrade. 1541 wird bereits von der Existenz einerKapelle im Ort berichtet. Es gab also zu dieser Zeit zumindest schon ein Gotteshaus in Hoppenrade. 40 Jahre danach erfolgt die Nennung eines Pachtschäfers, der die nicht bestellten Ländereien als Schafweide nutzte. 1620 findet diese als zum hier vorhandenen Rittersitz derer von Bredow Erwähnung. Bei dem Rittersatz handelte es sich um eine Wasserburg mit Wehrcharakter, die Hans von Bredow vermutlich zwischen 1460 und 1500 erbauen ließ. Im Besitz derer von Bredow befanden sich 1671 9 Ritterhufen, eine Schäferei und 4 Kossätenhöfe.