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Und wir blicken dankerfüllten Herzens hinauf auch zu dem grossen Sohn der grossen Königin, dem ersten deutschen Kaiser, unter dessen ruhmreichen Regierung ein grosses deutsches Reich entstanden ist.

Aus dem Sande Brandenburgs ein grosses einiges Achtung gebietendes deutsches Reich! – Und was der grosse Kaiser mit starker Hand erschaffen, das hält unser Allergnädigster Kaiser und König Wilhelm II. mit eiserner Energie durch seine Friedensliebe.

Wenn schwere Gewitterwolken am politischen Horizont standen, drohend, jeden Augenblick gewaltig sich zu entladen, war es stets unser deutscher Kaiser, der den für die Wohlfahrt des Landes jetzt so notwendigen Frieden schützte. Gott schirme unsern geliebten Kaiser, Gott segne Ihn, Gott erhalte Ihn, Gott gebe reichsten Segen zu Seinem grossen Friedenswerk.

Schöner und würdiger können wir unsere Feier nicht begehen als mit dem begeisterten Jubelruf der Treue und Hingabe- Se. Majestät unser Allergnädigster Kaiser und König Wilhelm II. lebe hoch!

Die Anwesenden stimmten begeistert in dieses Hoch ein und fangen: „Heil die im Siegeskranz“. Am Denkmal wurden mit kurzen begleitenden Worten Kränze niedergelegt, vom Vertreter Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, von der Stadt Gransee, den Kreisen Ruppin, Ost- und West-Prignitz, sowie von vielen Kriegervereinen und anderen Korporationen der Stadt und der Umgegend, im Ganzen 33. Den Schlußchor bildete das

Deutsche Gebet.

Laut klinge deutscher Männerchor,                                                                     Vor schlichter, deutscher Treu vergehn.
Wie Frühlingsbraus die Luft durch-                                                                       Beschütz, o Herr, in Sturm und Braus
Auf Liebesschwingen steig empor weht                                                               Das teure Kaiserhaus!
Fürs deutsche Land ein heiß Gebet!
Behüt, o Herr mit starker Hand                                                                           So will ich baun auf dich hinfort,
Das teure Vaterland!                                                                                           Der nicht zu Schanden werden läßt.
                                                                                                                           Will deutsch mir wahren Herz und Wort,
Das du geschirmt in heißer Schlacht,                                                                   Und stehn zu Reich und Kaiser fest.
Laß frei und stark im Frieden stehn;                                                                     Getrost geb ich in deine Hand
Laß seiner Feinde Spott und Macht                                                                      Das teure Vaterland!

 Möhring.                                                                                                                        
Komp. v. Ferdinand

Seine Königliche Hoheit Prinz August Wilhelmdankte unter freundlichen Worten den Ehrenjungfrauen, besichtigte eingehend das Denkmal und trat, von den Vertretern der Stadt sich verabschiedend, die Rückfahrt an, begleitet von dem Jubel einer vieltausendköpfigen Menge.

Nachmittags 3 Uhr sammelten sich die Schuljugend mit Ihren Lehrern sowie alle Vereine mit Ihren Fahnen abermals auf dem Klosterplatz, um unter klingendem Spiel durch die Stadt an dem Kriegerdenkmal vorüber zum Waldplatz zu ziehen. Hier boten die Schulkinder zunächst Gesänge und deklamatorische Vorführungen, sodann zogen die Lehrer mit Ihren Klasse in den Wald, um fröhlichem Spiel zu huldigen. Von schönem Wetter begünstigt, konnten Alt und Jung sich an der Natur und an dem fröhlichen und harmonischen Treiben der Menge erfreuen. Am Abend ging es im geschlossenen Zuge, die Hauptstraßen der Stadt berührend, wiederum zum Luisen-Denkmal. Hier stattete Superintendent Pfannschmidt in einem kurzen Schlußwort den Behörden der Stadt Gransee für die Veranstaltung dieser Feier herzlichen Dank ab. In den Ruf „Gott segne die Stadt Gransee“ stimmte alles freudig ein. Die Königin Luise-Gedächtnisfeier hatte ihren Abschluß gefunden. Alle Teilnehmer haben einen tiefen Eindruck empfangen, haben ihrer Freude über das Erlebte Ausdruck gegeben und werden diese Tage nicht vergessen.


02b

ende

                                                 


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